menschen
Louise Lang
, Raphael Labhart
Wonder Woman im intergalaktischen Kreuzfeuer der Zitate
Sie heisst hier nicht, wie sie heisst. Wieso auch. Sie hat den Nullpunkt durchbrochen und pervertiert – dahinter steckt ein Alter Ego namens Louise Lang. Das „e“ ist streitbar, der Code heisst Zero. Mitnichten aber Lois Lane, das wäre auch zu einfach gewesen. Das Quote wäre als solches erkennbar geworden, das Zitat evident, die Welt verloren. Sie rettet den Kosmos im Namen ihres Trios. Klara Windemann und Jessica Pooch heissen die zu ergänzenden Drittel, doch was sind Namen in dieser Scheinwelt des Pseudonyms, der Abspaltung, der fassbar gemachten Vernullung. „Wo ist diese Grenze zwischen Banalität und Hochkultur?“, fragt sie. Sie die Pamela Anderson und Gilles Deleuze zusammen aufs Tapet bringt, bleibt todernst, meint „Der Witz ist einfach, das Gedicht ist schwer“, provoziert nicht, kitzelt nur. Im mythisch-verschwörerischen aufgeladenen 1984 geboren, gelangt sie von Jena über New York nach (wohin sonst?) Oerlikon – und verliebt sich in Superman, die liebgemeinte Verballhornung der Ikone. Schwört dem Schnee ab, „zu pathetisch“, und entdeckt die Zahnpasta als Material der Metapher bar jeglicher Autobiographie. Dann verortet sie in den drei W’s von Wonder Woman ihre Initialen – es liegt auf der Wand.