Editorial
Wir rechnen in Schlüsselmomenten
, Sarah Bleuler
Eine Woche noch. Sieben Tage also. Oder 168 Stunden – ja, die Rechnung 7 × 24 lag trotz Hitzewelle noch drin, für jede weitere benötigte ich nun die Hilfe eines Elektronengehirns. Ihr dürft den mathematischen Gedanken aber gerne selber weiterspinnen. Macht ihr nicht, logisch. Und das ist gut so, denn die Logik lassen wir jetzt mal Logik sein. Merken müsst ihr euch eigentlich nur eine Sache: Der Nullpunkt rückt näher, auch ohne grosse Rechnerei. Denn weder Zahlen noch mathematische Gesetze spielen betreffend diese Tatsache eine nennenswerte Rolle.
Die Temperaturen des Zürcher Spätsommers widerspiegeln die heisse Phase im Büro des Vereins Kernreaktor. Das Nullpunkt-Organisationskomitee und die Redaktion des Magazins arbeiten sozusagen im Schichtbetrieb. Der Endspurt ist schweisstreibend, doch die Vorfreude auf den Startschuss am 1. September lässt unsere Herzen höher schlagen, und die eine oder andere schlaflose Nacht nehmen wir dafür gerne in Kauf.
Ein Projekt wie der „Nullpunkt 2011“ lebt von Schlüsselmomenten, von Momenten in denen Unerwartetes passiert, sich etwas verändert oder neue Energie zugeführt wird. Manchmal handelt es sich dabei um winzige Regungen, nicht erklärbare Dynamiken, und erst im Nachhinein wird uns bewusst, dass ein bestimmter Augenblick ein Schlüsselmoment war. Und manchmal muss man einfach nur spazieren gehen.
Ach ja übrigens, ich konnte es dann doch nicht lassen. Es sind 10’080 Minuten oder 604’800 Sekunden oder 60’480’000 Hundertstelsekunden bis zum „Nullpunkt 2011” – Schlüsselmomente inklusive.